WIR SIND DIE GESELLSCHAFT

DER WEG ZURÜCK ZUM  ICH …

1845, als Engels das Buch „Die Lage der arbeitenden Klasse in England“ schreib, sah die Welt bestimmt sehr anders aus als heute, und doch hat Engels auf Grund von Ursache und Wirkungszusammenhängen das herausgearbeitet, was sich uns heute präsentiert: Unsere Lebensbedingungen prägen den geldverdienenden, konsumorientierten stark manipulieren Menschen. Seine Identität wird ihm genommen, und häufig ist er ein sich selbst entfremdeter „Befehlsempfänger“! Die Generation X hat sich aus dieser Klammer befreit und versucht für sich neue Wege zu gehen. Auf die Tatsache, dass wir in einem Wohlstand leben, der jedem Menschen suggeriert, alles haben zu können, wenn er nur will, lässt diese Generation nicht mehr reagieren.  Sie wollen Spaß und ein kunterbuntes Leben. Allerdings muss diese Generation die geerbte Frage beantworten, ob der Mensch an seiner Überproduktion sehenden Auges eines Tages erstickt, und ob  die horrenden Summen für Marketing und Werbung nicht sinnvoller verwendet werden sollten, als dazu, Menschen zum Kaufen unnützer Dinge zu bewegen, nachhaltig beantworten. Wir alle erleben eine Fülle unerträglicher Widersprüche: Werbeetats sind höher als die für Gesundheitsfürsorge, die Ausgaben für Vernichtungswaffen sind höher als die für Kultur, Bildung, Umwelt… Durch diese Wahrnehmung empfinden sich Menschen als zweitrangig und entwickeln ein kollektives Gefühl der Minderwertigkeit.  Dieses spiegelt sich nicht zuletzt auch  in den Bereichen von Wissenschaft und Technik wider. Die Informations-Technologien prägen in vielen Bereichen menschliches Denken und wir haben uns im großen Stil der programmierten Logik angepasst. Das, was den Menschen ausmacht, seine Gefühle, gehen bei einem solchen Anpassungsprozess verloren und prägen in der Folge auch sein Denken und Handeln. So wird es möglich, dass Menschen Entscheidungen treffen, die nur dem Profit dienen, aber in der Konsequenz die menschliche Existenz bedrohen. Menschen, die den Profit höher werten als menschliches Wohl, sind in der Denkstruktur bereits Bestandteil einer Sache. Solchen Menschen ist das Gefühl verloren gegangen, dass alles im Leben Grenzen hat. Unter diesem Werteverlust wird im Extrem alles zur Ware: Kunst, Sport, Liebe … diese Dinge werden benutzt wie ein Konsumartikel. Der Nutzwert ist entscheidend. Alles was unnütz ist, wird im Rahmen dieser Logik in etwas Anderes, Neues, Nützlicheres  eingetauscht. Menschliche Bedürfnisse spielen dabei keine Rolle und werden nicht mehr angemessen gelebt. Allerdings kommt diese Art der Verdrängung in Form von Angst, Neurosen, Krankheiten, Süchten … ins Leben zurück und dann wird der Weg zurück zum ICH vielleicht mit professioneller Hilfe möglich.

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Mein Recht auf Arbeitszufriedenheit

Die Zahlen von GALLUP zur Arbeitszufriedenheit in Deutschland sind hinlänglich bekannt. Jahr für Jahr ergibt sich ein ähnliches Bild mit geringen Abweichungen. Der überwiegende Teil der deutschen Arbeitnehmer ist mit seinem Unternehmen und mit seiner Arbeit gering oder auch gar nicht emotional verbunden. Emotionale Verbundenheit gilt als Indikator für Arbeitszufriedenheit. Ein reiches Land wie Deutschland leistet sich einen solchen Notstand!! Warum? GALLUP gibt der Führungselite die Schuld. Diese berücksichtigt die menschlichen Bedürfnisse zu wenig. Denn die Mitarbeiter werden  zu wenig gefördert, unterstützt, gelobt, anerkannt … Kurz: In deutschen Unternehmen zählt überwiegend der Faktor Effizienz. Unter diesem Gesichtspunkt ist der Mitarbeiter ein Teil des Systems und deshalb auch Teil der permanenten Optimierung. Da ist es doch klar, dass sich Menschen emotional verabschieden. Trotzdem. Der Führungselite alleine die Schuld zu geben, halte ich für zu kurz gegriffen. Jeder trägt eine Mitverantwortung an den  Arbeitsbedingungen in diesem Land. Stellen wir uns vor, ein Arbeitgeber bietet einen effektiven Arbeitsplatz an, und keiner geht hin.

httphttp://www.gallup.com/strategicconsulting/158132/nachrichten-aus-deutschland.aspx//www.gallup.com/strategicconsulting/158132/nachrichten-aus-deutschland.aspx

Neuer Mitarbeitertyp nachgefragt …

Das ist die Masche von moderner Werbung und dem dazugehörenden Marketing:  Nur, wer auffällt, unterscheidet sich von der Masse. Dieses Credo hat sich auch in der Arbeitswelt durchgesetzt. Im Meeting muss man sich profilieren – nichts sagen gilt als „krass untermotiviert“. Dabei gibt es auf der Welt grundsätzlich neben Mann und Frau noch zwei fast gleichmäßig verteilte Untergruppen: die Intro- und die Extrovertierten. Die Introvertierten sind eher leise und unauffällig, die Extrovertierten stehen gerne im Fokus der Aufmerksamkeit. Daraus ergibt sich zunächst einmal das Vorurteil, dass die Welt fast nur aus extrovertierten Menschen besteht. Das ist natürlich nicht wahr. Aber diese Gruppe fällt eben auf, die andere eben nicht. Dabei sind es die extrovertierten Menschen, die unser Leben ordnen und systematisieren. Denn sie sind Denker, Tüftler, Forscher, Entdecker … Also der Teil der Menschheit, der wirklichen Gewinn bringt. In der Regel sind diese Menschen der Sache verpflichtet und nicht vordergründig dem Profit. Jedenfalls ist die Gruppe der Banker und Spekulanten eindeutig dem extrovertierten Lager zuzuordnen. Vielleicht auch deshalb geraten nun die introvertierten Mitbürger stärker in den Fokus der Öffentlichkeit. Tatsächlich gibt es inzwischen Arbeitgeber, die öffentlich bekunden: Wir suchen einen introvertierten Mitarbeiter (eine introvertierte Mitarbeiterin) für diese verantwortungsvolle Aufgabe. Frau Angela Merkel ist introvertiert und wird wegen dieser Eigenschaft vielleicht nicht unbedingt geliebt aber dafür respektiert, akzeptiert und geachtet. Wenn nun jemand auf die Idee kommen sollte: „Ok, wenn es der Karriere dient, dann werde ich eben introvertiert“, den muss man enttäuschen. Diese Disposition ist genetisch determiniert und somit nur bedingt veränderbar. Siehe zu diesem Thema auch: https://www.facebook.com/pages/JobCoaching-Hannover/218263208322983?fref=photo